Wie schädlich ist Rauchen für Kinder und Jugendliche?
Laut Umfrage: Mehr jugendliche Raucher*innen
Laut Umfrageergebnissen der DEBRA hat sich die Zahl der rauchenden Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Jahr 2022 deutlich erhöht. In der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen verdoppelte sich der Anteil der Raucherinnen und Raucher auf 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Kinder und Jugendliche leiden stärker unter den Auswirkungen des Rauchens, weil sich Körper und Gehirn noch in der Entwicklung befinden. Die Wirkung des Nervengifts Nikotin betrifft sie stärker als rauchende Erwachsene. Kinder und Jugendliche sind schneller von Sucht und Abhängigkeit betroffen. So zeigen Jugendliche zwischen 12 und 13 Jahren, die nur gelegentliche Tabak konsumieren, bereits nach vier Wochen Entzugserscheinungen. In der Forschung wird vermutet, dass Rauchen ein Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Erkrankungen wie Depression und Angststörungen ist.
Im Vergleich zu rauchenden Erwachsenen leiden rauchende Kinder und Jugendliche häufiger unter einer erhöhten Pulsfrequenz und einem geringeren Durchhaltevermögen bei körperlicher Aktivität. Ihre Lungenkapazität ist reduziert, was sich in Kurzatmigkeit ausdrückt. Die Kraft und Ausdauer sportliche Leistungen zu vollbringen, sind vermindert.
Da sich die Knochen von Kindern und Jugendlichen noch im Wachstum befinden, kann es durch das Rauchen zu einer geringeren Knochendichte kommen, was das Risiko für Knochenbrüche erhöht.
Besonders neuartige Trends der Tabakindustrie dienen dazu junge Menschen zum Tabakkonsum anzuregen. Über den beunruhigenden Vape-Trend erfährst du hier alles Wissenswerte oder du schaust dir unser Video zu dem Thema an.