What do we want? Climate justice! When do we want it? Now!
Climate justice bedeutet Klimagerechtigkeit. Das fordern Klimabewegungen, wie Fridays For Future weltweit. Mit Christoph vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) rede ich darüber, was das eigentlich ist und welche Dimensionen es hat.
Dass Christoph über den Begriff gestolpert ist, war am Anfang eher Zufall. Er brauchte in seinem Studium noch einen Kurs. Jetzt beschäftigt er sich beim UfU damit.
Eines seiner Projekte dort heißt KlimaGesichter: Dieses Projekt wird zusammen mit der Deutschen KlimaStiftung durchgeführt und von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Dort geht es, wie in unserem Gespräch, um Klimagerechtigkeit. Personen mit Migrationshintergrund erzählen, welche Auswirkungen die Klimakrise auf ihr Heimatland hat. Denn die Klimakrise hat Auswirkungen auf den Globalen Süden und diese werden auch im Laufe der Jahre vermehrt zu Migration führen.
Aber Klimagerechtigkeit hat noch andere Dimensionen: Es geht um die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, Jung und Alt und noch unzählige weitere.
Auf meine Frage, wie Christoph sich eine klimagerechte Welt vorstellt, malt er eine Utopie – ob wir die erreichen werden, bezweifelt er aber:
„Eine klimagerechte Welt wäre eine, wo jeder Mensch, egal wo und wann er auf der Erde lebt, sich keine Gedanken machen muss, dass er durch den Klimawandel, irgendwie in seinen Freiheiten verletzt wird. Ich glaube nicht, dass das realistisch ist – leider – aber das wäre das Ideal.“
Falls ihr euch für Klimagerechtigkeit interessiert, dann hört euch gern die Podcast Folge über den Zusammenhang zwischen Kolonialismus und der Klimakrise an. Das ist auch eine Dimension von Klimagerechtigkeit.