Intersektionaler Veganismus: Mehr als Verzicht auf Fleisch und Co
Veganer*innen essen keine tierischen Lebensmittel und vermeiden generell Produkte, die auf der Ausbeutung von Tieren basieren. Doch was bedeutet eigentlich "Intersektionalität" in Bezug auf diese Lebensweise? Was hat der Kampf gegen Diskriminierung mit einer pflanzenbasierten Ernährung zu tun? Im Podcast bieten KrisenKind Melina und Sophia von QueerEinstieg einen Einblick in den intersektionalen Veganismus.
Denn die Grausamkeiten, die wir Tieren durch unseren Konsum zufügen, haben auch Schnittstellen mit Problemen für den Menschen. Durch die Rodung des Regenwaldes für Tierfutter leiden beispielsweise auch indigene Völker, die dort leben. Außerdem zeigten die Corona-Ausbrüche in verschiedenen Fleischfabriken die schlechten Arbeitsbedingungen dort auf. Und das sind nur zwei von vielen Beispielen!
Gleichzeitig bedeutet der Verzicht auf tierische Produkte natürlich nicht, dass Veganer*innen automatisch bessere Menschen und frei von internalisierten Diskriminierungsstrukturen sind. Daher sollten alle, unabhängig von ihrer Lebensweise, darauf acht geben, rassistische, antisemitische, queerfeindliche, sexistische oder ableistische Äußerungen nicht zu reproduzieren.
Doch leider kommen problematische historische Vergleiche in der veganen Community vor oder es gibt Veganer*innen, die Aktivismus zulasten von marginalisierten Gruppen betreiben. Es geht aber nicht darum, Personen Böses zu unterstellen, sondern darum, dass wir unsere Verhaltenweisen hinterfragen, um herauszufinden, wie wir zu einer gerechten Gesellschaft für alle kommen.
Intersektional denkende Veganer*innen versuchen also, für die Befreiung und die Rechte von Menschen und Tieren einzutreten. Wie das Ganze aussehen kann, erfährst du im Gespräch von Sophia und Melina!
Weiterführende Informationen: Wenn dich interessiert, welchen Einfluss die Ernährung auf das Klima hat, hör gerne in diese Podcastfolge von Melina und Leona!