Kathrin Röggla zu ihrem aktuellen Werk auf der Buchmesse in Frankfurt
Kathrin Röggla hat in „Laufendes Verfahren“ (S. Fischer Verlag) den Gerichtsprozess um den sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) als Roman verarbeitet: Auf der Zuschauerbank sitzend, wird das Geschehen illustriert. Dabei gibt es amüsante Beobachtungen, aber – bei dem Thema kein Wunder – vor allem ernsthafte Auseinandersetzungen mit dem, was in einem einerseits juristisch sehr klassischen, aber politisch hoch brisanten Gerichtsverfahren üblich ist. Hinzu kommen Exkurse über unsere Demokratie, und wie sie durch diejenigen, die sich vor Gericht im „NSU-Prozess“ verantworten mussten, bekämpft wird. Der Roman des PEN-Mitglieds Kathrin Röggla »Laufendes Verfahren« war für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert.
Diese Sonderfolge von „Überall dabei – Buchprüfung“ ist in Kooperation mit dem PEN Zentrum Deutschland. Das Gespräch wurde live am Gemeinschaftsstand des PEN mit dem Schriftsteller/innen-Verband VS (Verdi) auf der Frankfurter Buchmesse aufgezeichnet.