Franz Müntefering (SPD) hadert mit der Kirche und spricht über den Tod
Franz Müntefering ist ehemaliger Vorsitzender der SPD und seit Jahrzehnten bekannter Politiker seiner Partei. Im Dietz Verlag hat er unter dem Titel „Nimm das Leben, wie es ist. Aber lass es nicht so - Gedanken, Reime, Geschichten“ ein aktuelles Buch vorgelegt, über das KiVVON-Moderator Frank Überall mit ihm in der Sonderfolge der „Buchprüfung“ spricht.
Dabei geht es unter anderem um Not und Leid in der Nachkriegszeit („Hunger haben ist eine verdammt schwere Sache.“) und über Prügel in der Schule. Müntefering setzt sich mit dem Wert von Kompromissen in der Politik auseinander und wirft einen Blick auf die aktuelle politische Situation in Deutschland. Unter anderem prangert er den „perversen Vaterlandsbegriff“ nationalistisch denkender Menschen an.
Ein Thema, das den 84-Jährigen offenbar intensiv beschäftigt, ist das Altwerden und der Tod. Franz Müntefering kritisiert, dass viele ältere Menschen vereinsamen und fordert deshalb, sich frühzeitig um soziale Kontakte zu kümmern. Auch gibt es in dem KiVVON-Gespräch zu, dass er sich mit einem möglichen Austritt aus der katholischen Kirche beschäftigt habe. Und er reflektiert darüber, wo er gerne beerdigt werden möchte.