„Wahre Kosten“ bei Lebensmitteln: Was steckt dahinter?
Im Zuge der Kampagne „Wahre Kosten“ waren die Preise ausgewählter Produkte bei dem Discounter Penny höher als üblich. Grund waren die Umweltfolgekosten. Wir haben ein Interview mit Lennart Stein geführt, der Teil des Teams war, das die „Wahren Kosten“ berechnet hat. #umweltfolgekosten #lebensmittel #umweltschutz
Was sind wahre Kosten?
Lebensmittel haben von der Erzeugung bis hin zum Verkauf soziale und ökologische Auswirkungen, zum Beispiel durch den Ausstoß von Stickstoff und Treibhausgasen oder den Einsatz von Pestiziden. Diese Auswirkungen spiegeln sich bisher nicht im Verkaufspreis wider, kosten die Gesellschaft aber indirekt Geld – weil sie den Klimawandel und somit Extremwetterereignisse fördern, für deren Schäden die Menschen wiederum mit erhöhten Steuer- oder Versicherungsgeldern zahlen. Rechnet man diese Kosten zu den normalen Produktionskosten von Lebensmitteln hinzu, so kommt man auf die „wahren Kosten“.
Lennart Stein, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Greifswald, die gemeinsam mit der Technischen Hochschule Nürnberg die Berechnung der „wahren Kosten“ durchgeführt hat, konnte uns einige Fragen rund um das Thema Lebensmittel und Umwelt beantworten.