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Die stürmische Power der Ororo Munroe a.k.a. Storm

Die stürmische Power der Ororo Munroe a.k.a. Storm

Dank der Elemente des Wetters gehört Ororo Munroe a.k.a. Storm zu den mächtigsten Mutanten von Marvel. Und: Bei ihrem Debüt 1975 hat die Figur einige Konventionen gebrochen.

Wenige Mutanten im X-Men-Universum sind stärker als sie - als Ororo Munroe. Bekannt unter dem Heldennamen Storm, tauchte sie erstmals 1975 im Comic Giant-Size X-Men #1 auf. Für die X-Men wünschte man damals einen einflussreichen weiblichen Charakter. Zeichner Dave Cockrum hatte gleich zwei Konzepte in seiner Schublade liegen: jene eines männlichen Heroen mit wettermanipulierenden Kräften namens Typhoon und jene einer weiblichen Katzenheldin namens Black Cat. Cockrum kombinierte die Superkräfte des Typhoon mit dem Look der Black Cat – und präsentierte so das Charakterkonzept der Ororo Munroe. Anerkannt ist sie in der Comicwelt als erste Superheldin mit afrikanischen Wurzeln. Eine Schlüsselfigur der Marvel-Historie.

Dave Cockrum erschuf sie nicht alleine, an seiner Seite stand der Autor Len Wein. Beide haben in der Geschichte Marvels ihre Spuren hinterlassen: Wein gilt als Ko-Schöpfer von Swamp Thing und Wolverine, Cockrum als Miterschaffer von Mystique und Black Cat. Gemeinsam haben sie neben Storm außerdem das erste Konzept für die X-Men Nightcrawler und Colossus entworfen.

Unter den mächtigsten Mutanten

Aufgezogen von Schamaninnen in der Serengeti Afrikas, kann Storm die Urgewalten des Wetters hinter sich vereinen. Diese Kraft beseelte sie erstmals bei einer lebensbedrohlichen Durchquerung der Sahara. Extreme Temperaturen können ihr nichts anhaben, dafür kann sie Blitze, Stürme und Tornados erschaffen – und die Luftzirkulation um sich herum kontrollieren. Wie so viele Superhelden leidet sie an dem Trauma, ihre Eltern früh verloren zu haben. Als Tochter der kenianischen Prinzessin N' Dare profitiert sie allerdings von großer internationaler Anerkennung.

Comics wie X-Men: Worlds Apart (2008) unterstreichen, dass Ororo als Mutantin zu den stärksten und mächtigsten unter den X-Men-Helden gehört – als sie mehrere der namhaften Mutanten eigenhändig besiegt. Oder in X-Men Annual #9 (1985), als sie Lokis Avancen kunstvoll zurückweist und ihm zeigt, wer die Hosen anhat. Fantastic Four #550 (2007) verdeutlicht, dass Storm das einzige Wesen ist, welches das Bewusstsein von Eternity, der physischen Manifestation des Universums, temporär in sich aufnehmen kann. Die Macht von Ororo Munroe ist auf dem obersten Marvel-Level anzuordnen. Ikonisch ist auch ihr Look: In den 80ern taucht sie kurzzeitig in Punk-Ästhetik auf.

Der Einfluss der Ororo Munroe

Es überrascht bei ihrer Backstory wenig, dass Storm regelmäßige Cameos in Film und Fernsehen ansammelt. Lange Zeit verkörperte die Oscar-Preisträgerin Halle Berry die Figur, ob in X-Men (2000), X2 (2003) oder in Days of Future Past (2014). Ab 2016 übernahm Alexandra Shipp im MCU die Rolle, beginnend mit X-Men: Apocalypse, später auch in Deadpool (2018) oder Dark Phoenix (2019) zu sehen. Die zahlreichen Auftritte in Animationsserien, von Spider-Man and his Amazing Friends (1981-1983) bis zu X-Men: The Animated Series (1992-1997) nennen, würde gar den Rahmen sprengen. Der Impact von Storm ist jedoch medienübergreifend zu spüren.

Unter Comic-Conoisseuren gibt es durchaus die Debatte, welcher weiblicher Marvel-Charakter größere Fußstapfen hinterlassen hat: Wonder Woman oder Storm. Zwar tauchte Wonder Woman bereits im Golden Age des Jahres 1941 auf und hat im Mainstream einen bedeutend höheren Wiedererkennungswert, Munroe jedoch hat als relativ kleine Frau mit afrikanischen Wurzeln beim ersten Auftauchen in den 70ern nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Auch, weil sie zuerst nicht als weibliches Idealbild oder Rolemodel erschaffen wurde. Doch von Beginn an verbreitete sie eine mysteriöse Aura, die vielen jungen Comiclesern die Vorteile einer diversen (Erzähl-) Welt eindrucksvoll vorführte. Mittlerweile gehört sie als Rektorin für das X-Men-Training in den Comics zu den Schlüsselfiguren in den Marvel Comics. Dabei hat sie den Ruf, unaufhaltsam und kompromisslos zu sein. Klar ist: Der Name Ororo Munroe hat auch nach fast 50-Jahren seiner Comic-Historie gehobene Aufmerksamkeit verdient.

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