Warum wir die Demokratie für den Klimaschutz brauchen - KrisenKinder-Podcast #15 mit Gregor Hackmack
In der 15. Folge des KrisenKinder-Podcasts (dieses Mal als Vodcast!) spricht Melina mit Gregor Hackmack, Mitgründer von abgeordnetenwatch.de und Leiter der Petitionsplattform innn.it, über den Zusammenhang von Demokratie und Klimaschutz. Hackmack kam bereits während seiner Jugend im Wendland mit der Anti-AKW-Bewegung in Kontakt und beschäftigt sich seitdem damit, wie sich Bürger*innen aktiv ins politische Geschehen einbringen können.
„Die Klimaschutzbewegung hängt eng zusammen mit der Demokratiebewegung“
Im Gespräch geht es darum, welche Gefahren der politische Rechtsruck, der sich zuletzt bei der Europawahl an den Erfolgen der AfD beobachten ließ, für den Klimaschutz bringt. „Wir haben eine sehr politisierte Bevölkerung, das ist gut. Gleichzeitig haben wir auch eine sehr polarisierte Bevölkerung, das ist nicht so gut“, sagt Hackmack angesichts der Wahlbeteiligung und der Ergebnisse. Das Aufstreben rechtsextremer oder -populistischer Parteien birgt sowohl für die Demokratie als auch für den Klimaschutz Gefahren. Schließlich wird der Klimawandel oder die Tatsache, dass er menschengemacht ist, in diesen Kreisen häufig geleugnet. Welche Folgen das hat, zeigte etwa der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen unter Ex-Präsident Donald Trump.
Demokratische Rechte wie die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit sowie politische Mitwirkungsrechte sind außerdem unabdingbar dafür, dass es überhaupt Klimaschutz gibt. Denn nur so können die Bürger*innen Druck auf ihre jeweilige Regierung ausüben, eine klimafreundliche Politik umzusetzen. „Die Klimaschutzbewegung hängt eng zusammen mit der Demokratiebewegung“, bringt Hackmack diesen Umstand auf den Punkt. Wer Demokratie in Frage stellt, schließe somit die Räume für Klimaaktivismus:
„Deswegen ist es fundamental, diese Rechte zu verteidigen, um sich weiterhin für Klimaschutz einsetzen zu können.“
Im übrigen Verlauf des Gesprächs geht Hackmack auch darauf ein, welchen Beitrag seine Plattformen abgeordnetenwatch.de und innn.it im Kampf gegen die Klimakrise leisten. Zum Abschluss des Interviews gibt er auch Tipps, wie man sich auf direktdemokratischem Wege für Klimaschutz einsetzen kann. Mit Hackmacks Worten: „Es sind alle gefragt, sich einzusetzen, damit wir eine lebenswerte Zukunft haben.“