Bedroht: Die Schnee-Eulen-Population geht rapide zurück
Seit 2017 gilt die Schnee-Eule laut der Roten Liste als „gefährdet“. Nach Angaben der IUCN war diese Eulen-Art historisch eine der am meisten verfolgten Eulen in Nordamerika – Tausende von ihnen wurden zur Präparation geschossen, und Erwachsene und Eier wurden als Nahrung gejagt. #roteliste #bedroht #schneeeule
Klimawandel trägt zur Bedrohung bei
Harry Potters Hedwig ist bereits tot und wird so schnell auch nicht durch eine andere Schnee-Eule ersetzt: Ihr Bestand geht nach Angaben der IUCN in Nordamerika und wahrscheinlich auch in Nordeuropa und Russland rapide zurück. Über die Gründe schreibt die Organisation:
„Die Ursachen für den Rückgang sind ungewiss, beinhalten aber wahrscheinlich den Klimawandel, der sich auf die Verfügbarkeit von Beutetieren auswirkt, sowie Kollisionen mit Fahrzeugen und Infrastruktur.“
Diesen Eindruck teilt auch der Schnee-Eulen-Forscher Jean-François Therrien gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Die Schnee-Eule profitiert nicht von dem aktuellen Kontext, den ihr die Umwelt darstellt. Die Eingriffe des Menschen, der ihre Lebensräume bewirtschaftet und zur Klimaerwärmung beiträgt, verringert die Überlebens- und Fortpflanzungsraten der Vögel.“
Auch wenn die Schnee-Eule in der Vergangenheit als Nahrungsquelle getötet wurde und es heute noch vorkommt, dass indigene Völker sie für Nahrung oder Federn jagen, ist dies grundsätzlich „deutlich zurückgegangen“, sodass dies „zwar lokale Auswirkungen auf die Populationen haben kann, aber wahrscheinlich keine größeren Auswirkungen auf die Gesamtzahl hat“, erklärt die IUCN.
Grundsätzlich pflanzt sich die Schnee-Eule in der Tundra fort, migriert aber je nach Beuteverfügbarkeit. Man nimmt an, dass „die Bewegungen von Region zu Region in der polaren Tundra erheblich variieren“, und deren Intensität jährlich schwankt. „In Jahren mit reichlicher Beute werden immer mehr junge Schneeeulen flügge, und daher wandern größere Mengen von ihren arktischen Brutgebieten in Kanada/Alaska nach Süden in die USA, um ein ausreichendes Überwinterungsgebiet zu finden“, erklärt die IUCN.