Stadt Köln prüft nach KiVVON-Anfrage: Mitarbeiterin bei Rechtsradikalen-Treffen
Der Fall hat bundesweit Schlagzeilen gemacht: Das Recherche-Netzwerk Correctiv hatte aufgedeckt, dass sich in der Nähe von Potsam mehrere Menschen getroffen haben, um beispielsweise über "Remigration" zu sprechen. Die meisten Positionen, die der Berichterstattung zufolge dort vertreten wurden, dürfen wohl als rechtsradikal und in Teilen verfassungsfeindlich bezeichnet werden.
Bisher war von Simone Baum als Teilnehmerin nur die Rede, weil sie im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen politisch aktiv war. Zudem ist die Vorsitzende der Werteunion NRW sowie Vize-Chefin des Bundesverbands der Organisation. Nun aber stellt sich heraus: Sie arbeitet im Kölner Rathaus. Nach KiVVON-Informationen ist sie im Amt für Umwelt und Verbraucherschutz ausgerechnet für Beschwerde-Management zuständig - hat also im Namen der Behörde Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern. Auf Anfrage wollte sie sich selbst nicht äußern.
Mehr dazu im Video. Mit Statements von Jusos und Grüne Jugend Köln.
Update 31.1.24: Laut "Kölner Stadt-Anzeiger" wurde Frau Baum von der Stadt Köln fristlos entlassen.