Filmlexikon: der One Take
Der „One Take“ ist eine ganz besondere Aufnahmetechnik der Filmindustrie. Bei einem One Take wirkt es, als wäre die gesamte Szene, oder gar der ganze Film, in einer einzigen langen Aufnahme von ein und derselben Kamera gefilmt worden.
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One Takes benötigen viel Erfahrung
Die One Take-Szene kommt ohne Schnitte aus oder soll zumindest wirken, als sei nachträglich nicht geschnitten worden. Für einen hochwertigen One Take wird also eine Regie mit herausragender Koordinationsfähigkeit und eine sehr erfahrene Kameraperson benötigt. Die Schauspieler*innen müssen ihre Dialoge perfekt beherrschen, da Fehler im Schnitt nicht behoben werden. Bei einem Texthänger muss eben improvisiert werden.
One Take mit Folgen
Es ist nicht bekannt, wer den One Take das erste Mal als stilistisches Filmmittel nutzte. Der französische Regisseur Claude Lelouch zählt jedoch zu den bekanntesten Liebhabern des One Take. Für seinen One Take-Kurzfilm „C’était un rendez-vous“ aus dem Jahr 1976 opferte er sogar seinen Führerschein, weil er eine Kamera an sein Auto montierte mit bis zu 200 km/h durch die Straßen von Paris fuhr.
Lust auf einen One Take bekommen?
Zu den bekanntesten One Take-Filmen gehören „1917“ von Sam Mendes und der Berliner Thriller „Victoria“. Auch das Mafia-Meisterwerk „Goodfellas“ von Martin Scorsese enthält eine legendäre One Take-Szene.