Uli Aigner und das ONE MILLION Art Projekt: Wie eine Künstlerin klassisches Handwerk und KI vereint
Uli Aigner, geboren in Niederösterreich, begann ihre künstlerische Laufbahn im Alter von 15 Jahren. Später studierte sie Produktdesign und digitale Bildgestaltung. Diese Verbindung zwischen traditionellem Handwerk und Digitalisierung prägte früh ihre Arbeit. Tatsächlich war sie eine der ersten Menschen in Österreich, die 1985 eine E-Mail-Adresse besaß.
Aigner lehrte an der Akademie der Bildenden Künste in München und leitete später die städtische Kunsthalle Lothringer 13. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und erregt weltweit Aufsehen mit ihrem Kunstprojekt „One Million“.
Ihr One Million Projekt, das 2014 begann, sorgt weltweit für Furore.
Das Ziel von Uli Aigner: Eine Million Porzellanobjekte mit ihren eigenen Händen zu schaffen. Jedes Objekt ist nummeriert und dokumentiert, wobei Fotos und Standortkoordinaten online präsentiert werden. Alle Informationen sind in einer Cloud gespeichert.
Im Talk erfahrt Ihr alles über eine einzigartige und starke Frau, die sich früh für Computer und das Internet interessiert hat.
Alphawoman: Sie haben schon sehr früh eigene Entscheidungen getroffen und diese konsequent verfolgt. Können Sie uns erzählen, wie alles begann?
Uli Aigner: „Ich habe mit 13 eine Töpferin gesehen. Das war das erste Mal in meinem Leben und das hat mich wie ein Blitz getroffen. Ich habe mir gedacht, das möchte ich lernen. Es war einfach diese Entscheidung, mit meinen Händen was zu tun.“
Zwei Jahre später verließ sie ihr kleines Dorf und ging nach Wien, um Töpferin zu werden.Ihre Arbeit ist stark von der Verbindung zwischen traditionellem Handwerk und moderner Technik geprägt.
Uli Aigner: „Für mich war die Digitalisierung nichts anderes wie ein Handwerk und das ist bis heute geblieben.“
Diese Offenheit gegenüber neuen Technologien zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Karriere. Ein zentrales Projekt ihrer Arbeit ist „One Million“. Hier verbindet sich die klassische Töpferei mit moderner Ki.
Uli Aigner: „Ich produziere eine Million handgedrehte Objekte, die von Anfang an chronologisch nummeriert worden sind.“
Jedes dieser Objekte ist einzigartig und mit einer Nummer versehen, die die genaue Reihenfolge der Herstellung angibt. Die Gefäße spiegeln die Kontexte wider, für die sie geschaffen wurden, und bilden ein weltweites Netzwerk von Besitzern, die über die gemeinsamen Objekte verbunden sind.
Uli Aigner: „Der Antrieb ist der, dass ich mich zurechtfinden möchte in der Welt, wie sie heute ist. Und das ist wiederum, weil ich mich für Technik so interessiere.“
Durch die Kombination von Porzellan und digitalen Technologien möchte Aigner die Grenzen zwischen physischer und digitaler Welt erkunden und erweitern. Das Projekt ist nicht nur auf ihre Lebenszeit beschränkt.
Uli Aigner: „Mit der Behauptung, dass ich eine Million Gefäße mache, war schon klar, dass das nicht möglich ist innerhalb meiner Lebenszeit. Es war von Anfang an klar, dass irgendwann einmal die KI eine Rolle spielen wird.“
Ein Teil ihrer Planung umfasst deshalb die Entwicklung eines personalisierten Chatbots, der auf ihrem Wissen und ihrer Bibliothek basiert und auch nach ihrem Tod weiterarbeiten kann.
Uli Aigner: „Mit meinem Projekt nehme ich die Globalisierung persönlich. Die Sicherheit, dass ich ein Stück feuchte Erde in ein Nutzobjekt verwandeln kann, das überall auf der Welt verwendbar ist, verbindet meine Arbeit mit der gesamten Geschichte der menschlichen Entwicklung.“
Alphawoman ist Teil der ONE MILLION-Familie, was uns sehr ehrt.
Hier erfahrt Ihr mehr über das Projekt und könnt Euch beteiligen:
Hier gibt es alle Infos über Uli Aigner:
Hier geht es zum Profil von Sandra Pabst
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